Angemessene Maßnahmen zur Verfügbarkeit von Daten und Diensten.

IT Sicherheit PC RingDas Netzwerk funktioniert nicht mehr, es können keine Mails mehr verschickt werden oder die Daten auf dem Dateiserver sind nicht mehr Verfügbar. Solche Szenarien kennt fast jeder, der in einem Unternehmensnetzwerk arbeitet. Sofort muss sich der Netzwerkverantwortliche die Frage gefallen lassen, was mit der Verfügbarkeit des Netzwerkes oder einzelner Dienste los ist. Doch wie soll die Verfügbarkeit sichergestellt werden? Welche Mittel stehen hierfür im Unternehmen bereit? Ist die Anforderung an die Verfügbarkeit im Unternehmen überhaupt eindeutig definiert? Mit diesem Themenbereich soll sich dieser Beitrag befassen.

In der modernen IT-Struktur zieht immer mehr die Zentralisierung von Anwendungen und Dateiablagen ein. Der Vorteil ist die vereinfachte Administration und eine für alle Netzwerknutzer eindeutige Datenablage. Die andere Seite ist jedoch, dass bei Ausfall des Zentralen Systems mit der Anwendungs- und Datenablage ohne entsprechende Redundanz nichts mehr im Netz verfügbar ist. Diese beiden Aspekte der Zentralisierung und Verfügbarkeit gilt es nun in ein sinnvolles Gesamtkonzept zu vereinen.

1.Definition der Verfügbarkeit
im Unternehmen

Bevor sich ein Unternehmen über Maßnahmen zur Verfügbarkeit von Anwendungen und Daten Gedanken machen kann, sollten die Anforderung an die Verfügbarkeit eindeutig definiert werden. Dazu müssen kritische Datenbestände und Anwendungen identifiziert werden und die Zeit festgelegt werden innerhalb derer die Zugriffe möglich sein müssen. Diese Zeit wird generell in Prozentwerten angegeben. Die bedeutet bei einer Verfügbarkeit von 97 Prozent, dass die Nutzer in drei Prozent der Zeit nicht mit allen Anwendungen oder Daten gearbeitet werden kann. In Tabelle 1 soll kurz die Bedeutung der Verfügbarkeitsangaben auf eine Zeitspanne dargestellt werden.

Berechnungsbeispiele für Angaben zur Verfügbarkeit

Verfügbarkeit in %

Ausfallzeit pro Jahr

Ausfallzeit pro Monat

Ausfallzeit pro Tag

97

11Tage, 3 Stunden

22,2 Stunden

43 Minuten

99

3Tage, 15 Stunden

7,2 Stunden

14 Minuten

99,9

ca. 9 Stunden

43 Minuten

1 Min., 24 Sec.

99,99

53 Minuten

4,3Minuten

8,4 Sekunden

Tabelle 1

Bei der Festlegung der Verfügbarkeit ist jedoch noch wichtig zu erkennen, dass nicht für alle Dienste und Anwendungen die gleichen Verfügbarkeitsanforderungen bestehen. Somit gilt die Angabe der Verfügbarkeit nicht unbedingt für das ganze Netzwerk. Für viele Unternehmen ist ein Ausfall des Netzwerkes in den Nachtstunden auch durchaus vertretbar. Erst wenn die Anforderungen an die Verfügbarkeit eindeutig definiert sind, kann ein Netzwerk- oder Systemberater dem Unternehmen ein entsprechendes System empfehlen.

2.Datensicherung
zur Sicherstellung der Daten-Verfügbarkeit

Eine zentrale Datenablage im Netzwerk vereinfacht für alle Mitarbeiter das Ablegen und Auffinden von Unternehmensdaten. Um diese Daten jedoch vor Verlust zu schützen, muss in jedem Unternehmen eine entsprechendes Datensicherungskonzept vorhanden sein. Abgelegte Daten könne durch unterschiedliche Ursachen verloren oder zerstört werden. Dies kann zum einen durch einen Defekt an der Hardware passieren. Der eingebaute Datenträger ist unlesbar geworden und alle Daten sind erst einmal verloren. Sicherlich gibt es Möglichkeiten die Daten wieder herzustellen. Dies zieht jedoch unter Umständen erhebliche Kosten nach sich. Der Hardwaredefekt kann aber auch durch äußere Einflüsse, wie Wasserschaden, Feuer, Überhitzung usw. verursacht werden. Um hier die Daten möglichst schnell wieder verfügbar zu machen ist es unerlässlich eine regelmäßige Datensicherung durchzuführen. Hier gibt es verschiede Möglichkeiten der Datensicherung die je nach Größe des zu sichernden Datenbestandes festgelegt werden muss. Zusätzlich muss zur im Datensicherungskonzept festgelegt sein welche Größe und Arten an Datenverlust noch tolerierbar ist. Als tolerierbarer Datenverlust gilt hier die Festlegung der Grenze, ab der das Unternehmen einen ernst zu nehmenden, existenzbedrohenden Schaden erleidet. Nicht unbedingt berücksichtigt werden müssen Daten, die durch Mehrarbeit der Mitarbeiter wieder hergestellt werden können. Die Sicherung der Daten kann auf den unterschiedlichsten Medien erfolgen. Hier reichen die Möglichkeiten von CD/DVD über externe Festplatten, Bandlaufwerken, Speicherplatz von ext. Providern, Backupserver, Netzwerkspeichern oder im Rahmen eines CLOUD-Backups.

Um bei Datenverlusten die Verfügbarkeit des Information schnellst möglich wieder herzustellen, muss für jedes Unternehmen auch ein Wiederherstellungskonzept erstellt werden. Ein gut geplantes Recovery kann unter Umständen kostenintensive Redundanzsystem ersparen.

3.Redundanzen
zur Sicherstellung von Anwendungen und Diensten

Der Ausfall von einzelnen Komponenten lässt sich oft nicht verhindern. Um jedoch weiter arbeitsfähig zu sein, kann die Auswirkung des Systemausfalles durch redundante Systeme minimiert werden. Hier tauchen dann Bergriffe wie Clustering und Virtualisierung auf.

Beim Clustering werden die System doppelt aufgebaut und so eingerichtet, dass bei Ausfall des ersten Systems das zweite verzugslos übernehmen kann ohne dass der Nutzer etwas davon merkt. Dies führt jedoch zu erheblich höherem Materialaufwand und dadurch höher Kosten. Zusätzlich steigen mit jedem zusätzlichen System die Ausfallmöglichkeit und damit die Kosten für die Wartung der Systeme.

Bei der Virtualisierung werden unterschiedliche System auf einer oder mehreren Hardwareplattformen aufgebaut. Virtuelle Maschinen(VM) lassen sich sehr schnell bei Ausfall des Systems auf einem andern Host wieder hochfahren und stehen so relativ verzugslos wieder zur Verfügung. Die Virtualisierung kann mit dem Clustering kombiniert werden, um so noch mehr Möglichkeiten der Sicherstellung der Verfügbarkeit von Anwendungen, Diensten und Daten zu erreichen. Für eine Planung von Redundanzen mit VM müssen jedoch die VM-Hosts ausreichend Ressourcen verfügbar haben, um im Notfall die zusätzlichen VMs aufzunehmen.

4.Konzepte
als Voraussetzung für eine Entscheidung

Welche Möglichkeit Sie zur Sicherstellung der Verfügbarkeit in Ihrem Unternehmen einsetzen wollen, ergibt sich aus einer genaueren Analyse und der Erstellung eines entsprechenden Konzeptes. Beginnend mit einfachen Anforderungsmatrixen zur Verfügbarkeit, bis hin zur Erstellung umfangreicher Netzbetriebskonzepte, Datensicherungskonzepte und Wiederherstellungskonzepte bilden diese die Grundlage für die Planung einer angepassten und kostenoptimierten Systemlandschaft. Welches Konzept und in welchem Umfang dies für das einzelne Unternehmen erforderlich ist, lässt sich nur im Einzelfall beurteilen. Um in den Unternehmen kein IT-Wildwuchs zum Selbstzweck einzurichten, sollten Redundanzen gezielt eingesetzt werden. Weniger ist oft mehr, denn bedenken Sie, dass alle Systeme in Ihrem Unternehmen, auch durch einen Systemadministrator beherrscht werden und im Notfall auch leicht wiederhergestellt werden sollen.

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